Der Apfel ist in unseren Breitengraden nicht nur die meist verzehrte Frucht, sondern er kann auch eine lange Kulturgeschichte aufweisen. So wächst der Apfel im Paradies als verbotene Frucht auf dem Baum der Erkenntnis, in der griechischen Mythologie war er eng mit der Göttin der Liebe, Aphrodite, verknüpft, in der katholischen Theologie spiegelt sich seine Symbolkraft durch die kugelige Beschaffenheit in der Darstellung des Apfels als Himmelskörper, und im Mittelalter wird der Apfel gar zum Herrschersymbol (Reichsapfel). Als Symbol der Fruchtbarkeit wird nicht nur der gemeine Apfel, sondern, im besonderen seit der Barockzeit, der Granatapfel herbeigezogen und findet vor allem in der alpenländischen Volkskunst seinen diesbezüglichen Ausdruck. In der neueren Epoche verliert der Apfel zwar an Symbolwirkung, dafür wird er nun in künstlerischen Darstellungen zum Zentrum eines Stilllebens. Nicht zuletzt haben sogar Dichter den Apfel in den Mittelpunkt ihres literarischen Interesses gerückt, wie z.B. Friedrich Schiller durch den berühmten Apfel-Schuss des Wilhelm Tell. Großer Beliebtheit erfreut er sich auf Grund seiner natürlichen Schönheit im Design-Bereich, sei es auf alten Fayencen, in kunsthandwerklichen Objekten aus Metallen, auf Porzellan, auf Stoffen oder als Symbol für das Hardware-Objekt “Apple / Mac”. Die Sonderausstellung zeigt ein weites Spektrum, von Repliken römischen Tafelgeschirrs, über kostbare Stücke aus der Volkskunde- und Kunstgewerbeabteilung des Salzburger Museums Carolino Augusteum, so wie Malerei und Zeichnungen aus dem frühen 20. Jh. Gezeigt werden aber auch Gebrauchsgegenstände wie Porzellan oder bedruckte Stoffe, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Ausstellung wird freundlich unterstützt vom Salzburger Museum Carolino Augusteum in Salzburg (www.smca.at). 2005 war sie im Heimatmuseum Sigl.Haus in St. Georgen bei Salzburg zu sehen. Idee u. Konzeption: Dr. Hiltrud Oman, Freie Kunsthistorikerin u. Kuratorin, B
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