Die Lananer Arbeitsgruppe Gesundes Naturprodukt Apfel, welcher Vertreter des Bildungsausschusses, des Südtiroler Obstbaumuseums, der örtlichen bäuerlichen Organisationen und des Tourismusvereins angehören, setzte im Oktober die Reihe der Herbstveranstaltungen in Lana fort. Den Beginn der Veranstaltungen, machte der namhafte Ernährungspsychologe Univ. Prof. Dr. Volker Pudel mit seinem Vortrag "Essen im Schlaraffenland: Wenn der Traum zum Alptraum wird!" im Ansitz Rosengarten in Lana. Vor einem vollen Saal referierte Professor Pudel seine Vorstellungen von einer gesunden Ernährung. Gesunde Ernährung sei mehr als Nahrungsaufnahme und Kalorien zählen. Sie gehe auch weit über die reine Zusammensetzung der Nahrung hinaus. Ernährung, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördert, muss den Bedarf des Organismus an allen lebenswichtigen Nährstoffen und Energie decken. Um dem Alptraum der Überernährung zu entkommen, müssen vor allem Obst und Gemüse den Speiseplan bestimmen, Speisen, welche nicht nur figurfreundlich sind, sondern auch vor Krebs und Herzerkrankungen schützen. Fortgesetzt wurde die Veranstaltungsreihe mit der „Apfelstrudelwerkstatt“, welche im Südtiroler Obstbaumuseum stattfand. Im Mittelpunkt des Nachmittags standen zum einen der Wiener Starkonditor Siegfried Walter Dörre, zum andern die persönlichen Apfelstrudelrezepte begeisterter Hobbyköche und Köchinnen. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Manfred Dorigo konnte über hundert Interessierte begrüßen. Der Landesinnungsmeister Richard Schwienbacher zeigte wie der Original Südtiroler Apfelstrudel hergestellt wird. Anschließend klärte der Ernährungswissenschaftler Otto Unterholzner die Teilnehmer über die richtige Rohware auf. Großen Wert solle man auf die Auswahl der Zutaten legen. Gute Zutaten würden wesentlich zum Gelingen beitragen und den Ruf als gute Köchin oder guten Koch festigen. Unter anderen führte Otto Unterholzner das Beispiel Vanillearoma an, so sollte kein Vanillepulver, sondern das Mark einer Vanilleschote verwendet werden. Der Wiener Star-Konditor Siegfried Walter Dörre, bekannt aus den Kochstudios im österreichischen Fernsehen, stellte seine Kunst des Strudelziehens und Schupfens unter Beweis. Der Strudelteig muss so dünn ausgezogen werden, dass man eine Zeitung, wenn man diese darunter legen würde, lesen kann. So dünn kann der Teig allerdings nur werden, wenn man diesen einerseits mit Schwung und der richtigen Drehung in die Lüfte bringe und noch so einige Tricks beherrsche, in welche Dörre den interessierten Gästen einen Einblick gab. Seine Vorführung war nicht nur lehrreich, sondern äußerst humorvoll vorgetragen, so dass der Konditor die Lacher auf seiner Seite hatte. Als Höhepunkt des Tages wurden die besten Apfelstrudel des Wettbewerbes prämiert. Insgesamt wurden dreißig „persönliche Apfelstrudelrezepte“ eingesandt. Der Wettbewerb stieß auf landesweites Interesse, es gab Einsendungen aus allen Gegenden Südtirols. Aus den Rezepten wurden sieben ausgesucht und diese Vorzugsstrudel wurden, von den Einsenderinnen gebacken und zur Werksatt mitgebracht, von der Jury unter dem Vorsitz des Meisterkochs Heinrich Gasteiger gekostet und bewertet. Gewinnerin des Wettbewerbes wurde letztendlich Frau Katherina Beikircher aus Rasen im Pustertal. Ihr wurde von Bürgermeister Christoph Gufler die Urkunde und ein Gutschein für ein Galamenü für zwei Personen im Restaurant Kirchsteiger in Völlan überreicht. Der zweite Preis und somit ein Essen für eine Person im Buschenschank Rebmannhof in Lana ging an Frau Marion Köllemann aus Graun im Vinschgau. Der dritte Preis schließlich ging nach Gargazon, an Frau Julia Paris in Form des Buches „So kocht Italien“. Den restlichen vier Köchinnen wurde der vierte Platz verliehen, neben einer Urkunde erhielten sie das Buch „Feine Küche für alle Tage“, welches übrigens auch die restlichen EinsenderInnen bekamen. Der Nachmittag klang mit einer allgemeinen Apfelstrudelverkostung aus, bei der so manche Tipps ausgetauscht wurden.
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